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Einschränkung versus Freiheit – Spannungen in der stationären Pflege
Angesichts steigender Infektionszahlen hat die Frage nach dem ‚richtigen‘ Verhältnis von Einschränkungen und Freiheit erneut an Virulenz gewonnen. Diese Frage stellt sich grundsätzlich für alle Bürger_innen, gerade aber mit Blick auf sog. Risikogruppen wie Bewohner_innen von Pflegeheimen. Nach den Erfahrungen mit starken Restriktionen – wie etwa Besuchsverboten – wurden zunehmend die negativen Folgen für Bewohner_innen und deren Angehörige diskutiert. In den Blick gerieten zugleich auch dilemmatische Situationen, die von Leitungen und Pflegepersonal bewältigt werden mussten.
In unserer Veranstaltung wollen wir diese Erfahrungen aufgreifen und Akteur_innen miteinander ins Gespräch bringen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema auseinandersetzen. Hierfür konnten wir Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann (Rektorin EvH und u.a. Mitglied des Deutschen Ethikrates), Jörg Klomann (Leitung Geschäftsfeld Gesundheit und Pflege) und Birgit Raffelsieper (Angehörige und Mitglied eines Bewohnerbeirats) als Gäste gewinnen.
Nach einem kurzen Impulsvortrag aus wissenschaftlich-ethischer Perspektive von Prof. Dr. Dr. Graumann werden gemeinsam u.a. folgende Fragen aufgegriffen: Welche Einschränkungen haben Bewohner_innen und Pflegekräfte als besondere (vielleicht auch illegitime) Einschnitte wahrgenommen? Inwieweit können Schutzkonzepte partizipativ umgesetzt werden? Welcher „Risikoraum“ ist vertretbar – und wer muss oder sollte gesamtgesellschaftlich Rücksicht auf wen nehmen, die Jüngeren auf die Älteren oder umgekehrt?

Moderation: Ariadne Sondermann (s_inn) und Dr. Anja Stuckenberger (Ev. Stadtakademie)
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